Tagebuch
Polizeierfahrungen
Wie bereits im Länderartikel erwähnt, ist es ja für Individualreisende nicht möglich, Tibet legal zu bereisen. Dazu müsste man sich einer Tourengruppe anschließen, was nicht nur kostspielig ist, sondern für uns auch eine Freiheitseinschränkung bedeuten würde. Da wir Tibet trotzdem beradeln wollen, radeln wir einfach ohne die notwendigen Permits (Genehmigungen).
Rishi
Auf unserer Reise haben wir überwältigende und schöne Eindrücke gesammelt. Viel zu oft sind wir aber auch unvorstellbarem Leid und bitterer Armut begegnet. Machtlos und erschüttert radelten wir daran vorbei, obwohl es wahrscheinlich nicht viel bedarf, um die Lebensqualität dieser Leute langfristig zu verbessern.
Begegnungen
Die Strassen und Pisten Tibets sind eines der Traumradreiseziele der Welt und somit mit Laos das einzige Land, in dem wir auf andere Reiseradler treffen.
Tibetische Pilze
Riesige Grasplateaus, durchzogen von reißenden eisblauen Gletscherflüssen, darüber mächtige, strahlend weiße Schneegipfel, die in den blauen Himmel ragen. Weiter unten duftende Nadelwälder mit Lichtungen voller bunter Gebetsfahnen, die im kühlen Wind flattern. In der Luft ein riesiger Adler, der lautlos seine Kreise zieht, während zwei Füchse, deren buschiges Fell golden in der Sonne leuchtet, geduldig vor dem Bau eines Nagers ausharren. Aus der Ferne vernimmt man die tiefen Töne von Holzglocken. Eine zottelige Yakherde weidet dort, unweit des nur aus dünner Wolle gefertigten, schwarzen Nomadenzeltes.
50.000 Kilometer
Geradelte Kilometerleistungen sind normalerweise total unwichtig für uns, aber heute, kurz vor Bayi (Tibet, circa 400 Kilometer vor Lhasa) ist dies was anderes: 28 400 Kilometer zeigt unser alter, zerkratzter Fahrradtachometer nämlich nun an - ein Anlass, für den wir extra unsere letzten wertvollen Schätze (Leckereien, die es hier nicht zu kaufen gibt) aufgehoben haben.
Urlaub vom Radreisen
Nach einem tollen Aufenthalt bei unseren Freunden Urs und Lisa gehts nach längerer Radelpause nun wieder weiter.
Was macht man ohne Karaokebar?
Fast täglich lernen wir Leute kennen, die interessiert sind an unserer Art zu Leben oder an der Art, wie Menschen in Österreich, Europa, … leben.
Oft bekommen wir recht interessante oder lustige Fragen gestellt, wie zum Beispiel gestern: da fragte mich eine Chinesin ganz erstaunt, was wir denn mit unserer Freizeit anfangen, wenn es bei uns in Österreich keine mehrstöckigen Karaokebars mir hunderten Räumen zum Singen gibt…
Viele Fragen – speziell zu unserer Radreise – wurden uns aber schon mehrmals gestellt und so möchten wir im folgenden einige der meistgestellten beantworten.
Sichuan
Einer der Gründe für unsere Radreise? Mit Sicherheit das exzellente “Hühnerfleisch a la Sichuan”, weswegen wir Stammkunden im St. Valentiner Chinarestaurant waren.
Und nun haben wir sie erreicht, die Provinz Chinas, von der unser Lieblingsgericht stammen soll und hoffentlich noch viele andere Delikatessen…
Erneut ins Reich der Mitte
Nach Monaten in Thailand verlassen wir “die westliche Welt”, in der uns die Lebensweise in vielerlei Hinsicht ziemlich an Europa erinnert, wieder.
Strassenschlachten in Thailand
13. April: Thailands sonst so friedliche Strassen haben sich in ein Schlachtfeld verwandelt. Fast niemand wagt sich mehr ohne Waffe aus dem Haus. Händler, die normalerweise Gemüse oder Süßigkeiten im Warenangebot haben, bieten nun Schusswaffen jeder Grösse an. Von kleinen, unauffälligen Pistolen bis zu riesen Gewehren, die Treffsicherheit und große Reichweite garantieren. Selbst Kinder werden mit Waffen ausgestattet, Munitionsvorräte ans strategisch günstigen Punkten platziert. Wer sich nicht in einem der Häuser verschanzt, lebt in ständiger Gefahr einen Treffer abzubekommen.
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