Tagebuch
Der neue Reiseradler
Seit knapp einem halben Jahr reisen wir nun zu dritt. Das wir bisher unseren neuen Reisepartner nicht vorgestellt haben, hat seine Gründe.
Aus China, Kirgistan und Kasachstan
Lange gab es nichts zu hören von uns und auch nun nur ein ganz kurzer Überblick über die letzten Reisemonate:
Pakistan – The Beautiful
… können wir, eingehüllt in eine dicke Abgaswolke, dutzende Male auf unserer Fahrt von Lahore nach Islamabad auf Werbetafeln lesen, wenn wir nicht gerade unsere vor Qualm tränenden Augen vor einer der Staubböen verschließen müssen, die uns der heiße Wind ins Gesicht jagt. Aber die erbarmungslose Sonne hat den Spruch ohnehin schon erfolgreich in unsere ausgedörrten Gehirne gebrannt. Gut, dass ich einen Schleier trage – sonst würde mein überhitzter Kopf wegen des mörderischen Verkehrs vielleicht denken, noch in Indien zu sein.
Indien
Wenn dem Verkäufer der bekannten Fastfoodkette McDonalds sowohl BigMac als auch Hamburger unbekannt sind, wenn sich im hoffnungslosen Großstadtverkehrsstau zwischen stinkenden Mopeds und hupenden LKWs ein Elefant neben einem einreiht oder ein Kamel, dessen kunstvoll gestutztes Fell ein schöneres Muster vorweist als der eigene Wohnzimmerteppich, ist man wahrscheinlich in Indien.
Rishi - Ein Nachtrag
In unserem Tagebucheintrag vom 1. Jänner 2008 haben wir über Rishi berichtet.
Immigration Indien
Feucht glänzt der lila Stempel im Pass. “I have Motorriksha”, “Taxi”, “Transport”, “Where are you from, Sir, you need smoke?”, “Hello Sir, very cheap Riksha for you”, “Excuse me, hash?”,…
Eisiger Wind und Affengeschrei
Frierend drücken wir uns gegen den massiven Holzpfosten auf der Passhöhe. Ein paar Kekse noch, bevor es runter geht vom “Dach der Welt”.
Selten zuvor haben wir uns so hoch oben gefühlt wie heute. Und obwohl wir uns nach Monaten in Tibet längst an die dünne Luft auf über 5000 Metern gewöhnt haben, ist dieser letzte Pass über den Himalaja schlichtweg atemberaubend.
Polizeierfahrungen
Wie bereits im Länderartikel erwähnt, ist es ja für Individualreisende nicht möglich, Tibet legal zu bereisen. Dazu müsste man sich einer Tourengruppe anschließen, was nicht nur kostspielig ist, sondern für uns auch eine Freiheitseinschränkung bedeuten würde. Da wir Tibet trotzdem beradeln wollen, radeln wir einfach ohne die notwendigen Permits (Genehmigungen).
Rishi
Auf unserer Reise haben wir überwältigende und schöne Eindrücke gesammelt. Viel zu oft sind wir aber auch unvorstellbarem Leid und bitterer Armut begegnet. Machtlos und erschüttert radelten wir daran vorbei, obwohl es wahrscheinlich nicht viel bedarf, um die Lebensqualität dieser Leute langfristig zu verbessern.
Begegnungen
Die Strassen und Pisten Tibets sind eines der Traumradreiseziele der Welt und somit mit Laos das einzige Land, in dem wir auf andere Reiseradler treffen.
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