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Visa und Einreisebestimmungen
Ein Touristenvisum gilt für einen Aufenthalt von zwei Wochen und kostet normalerweise 30 US Dollar. Wer einen Monat bleiben will, kann auch ohne Geschäftsmotiv ein Businessvisa beantragen. Die früher erforderliche Registration in den besuchten Provinzen des Land ist nicht mehr vorgeschrieben.
Sowohl Touristen- als auch Businessvisa sind verlängerbar (circa 2 Dollar pro Tag). Dies ist aber nur in Vientiane möglich. Es besteht aber in touristischen Gebieten die Möglichkeit, den Pass über Hostels zum Verlängern schicken zu lassen, was circa 2 Tage dauert und in etwa 3 Dollar pro Tag kostet. Das Problem ist nämlich, das man das Visum erst kurz vor Ablauf verlängern kann.
Sicherheit
Auf der Website des Außenministeriums wird neben der allgemeinen erhöhten Sicherheitsgefährdung seit 09.11.2004 auch auf die hohe Unfallgefahr auf Grund der schlechten Straßen hingewiesen. Auch bewaffnete Überfälle auf Touristen haben in gewissen Regionen in der Vergangenheit stattgefunden.
Besondere Vorsicht gilt beim Verlassen markierter Routen speziell an der Grenze zu Vietnam, da sich hier noch zahlreiche, unexplodierte Bomben aus dem Vietnamkrieg befinden (insgesamt wurden 2 Millionen Tonnen Bomben von den USA über Laos abgeworfen!).
Auch von der Benutzung der Speedboote wird wegen zahlreicher tödlicher Unfälle abgeraten.
Gesundheit und Impfungen
Das öffentliche Gesundheitswesen ist nur sehr eingeschränkt vorhanden und die medizinische Versorgung entspricht aufgrund von mangelhafter Hygiene, veralteter Ausrüstung und unzureichender Versorgung mit Medikamenten nicht dem westeuropäischen Standard.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke wird dringend empfohlen. Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen, eine Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und den Krankentransport sollte unbedingt abgeschlossen werden.
Für die Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer man reist über ein Gelbfieberinfektionsgebiet ein. Eventuelle Änderungen werden auf der Homepage des Auswärtigen Amt bekanntgegeben.
Zusätzlich zu den Basisimpfungen, die jeder Reisende haben sollte (Diphtherie/Tetanus, Polio, Hepatitis A+B und Typhus), empfiehlt der reisemedizinische Infoservice abhängig vom Reisestil noch eine Impfung gegen Tollwut und Japanische Enzephalitis.
Es wird auch vor einem ganzjährigen Malariarisiko gewarnt. Dieses gilt landesweit bis auf Vientiane. Auch Vogelgrippe, Bilharziose, Cholera, Fleckfieber und Dengue-Fieber kommen zum Beispiel vor.
Wegen der bestehenden Infektionsgefahr, die von verunreinigten Speisen und Getränken ausgeht, sollte man auf Hygiene achten. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden, von billigen Garküchen und Straßenrestaurants wird abgeraten
Strassen und Wege
Ich zitiere von der Website des österreichischen Außenministeriums: “Wegen des schlechten Zustands der Straßen wird dringend empfohlen, nur mit dem Flugzeug zu reisen und nach Möglichkeit Internationale Flüge zu benutzen. Bei Inlandsflügen wird von der Benützung der veralteten chinesischen Maschinen (Y12, Y17) wegen der Unfallhäufigkeit abgeraten, oft stehen allerdings nur diese zur Verfügung. Die Benützung von sog. “Speed Boats” (Schnellbooten) sollte nach Tunlichkeit vermieden werden, da es immer wieder zu Unfällen kommt.” :-))))) - Für jene, die den sicherlich sehr gut gemeinten Reisetipp nicht befolgen wollen und das Land somit nicht per Flugzeug “erforschen”, folgendes:
Mit insgesamt circa 1.700 Kilometern sind einige der Hauptstraßen zumindest teilweise asphaltiert. Nicht aber zum Beispiel die Strecke von Luang Namtha nach Huay Xay (Grenzort zu Thailand). Speziell die RN 13, die das Land von Nord nach Süd durchquert, ist auf den meisten Abschnitten in relativ gutem Zustand.
Alle nicht als Hauptstraßen in der Karte eingezeichneten Strecken sind anstrengende Pisten, die speziell in der Regenzeit unbefahrbar sein können und durch ihren Zustand und die vielen steilen Anstiege oft sehr an Kräften und Material zehren.
Eisenbahn gibt es keine, jedoch öffentliche Busse, die aber nur ein limitiertes Netzwerk haben. Eine gute Reisemöglichkeit sind auch die verschiedenen Boote am Mekong.
Geld
Die Landeswährung ist der Kip. 1 Kip entspricht 100 At.
Der aktuelle Mittelkurs: (Quelle: The Universal Currency Converter Services)
Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten. Kip können auch außerhalb des Landes nicht gewechselt werden. Fremdwährungen darf man unbegrenzt einführen, Beträge ab 10.000 US Dollar müssen deklariert werden.
US-Dollar können einfach gewechselt werden, Euro auf jeden Fall in Vientiane, wo es auch möglich ist, Travellerschecks einzulösen.
Bargeldautomaten oder Kreditkarten sind nicht verbreitet.
Versorgungslage
Abseits der Touristenzentren sollte man immer genügend Lebensmittel mitnehmen. Denn die Versorgung in Dörfern entlang der Strecke ist oft kärglich.
Kontaktmöglichkeiten
Das Versenden von Poststücken ist billiger als in Thailand und relativ zuverlässig von Vientiane aus, aber sehr langsam.
In Vientiane und Louang Prabang kann man internationale Telefonate führen und auch Internetcafés finden. Sonst ist es schwierig mit Internetanschluss. In Savannakhet, Udom Xai und vielleicht auch auch noch anderswo soll es aber auch schon möglich sein, Emails zu versenden.
Links
- Laos-Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia
- Das CIA Factbook über Laos (englisch)
- Das österreichische Aussenministerium zum Thema Laos
- Fit for Travel - der reisemedizinische Infodienst
- Der Jahresbericht 2007 von amnesty international zur Menschenrechtssituation in Laos
- Mark und Juliette McLean’s Homepage mit Laos-Sektion
Seiten: 1 2

“…zumindest teilweise asphaltiert. Nicht aber zum Beispiel die Strecke von Luang Namtha nach Huay Xay (Grenzort zu Thailand).” Auch diese Strasse wird wohl bald durchgehend asphaltiert sein, es wird fleißig daran gearbeitet und die Stücke, die noch keinen Asphalt aufweisen sind von sehr guter Qualität, bei Trockenheit natürlich etwas staubig, aber noch wenig Verkehr.
Kommentar von Birgit — 30.5.2007 @ 21:52