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Gesundheit und Impfungen
Die medizinische Versorgung entspricht aufgrund von mangelhafter Hygiene und schlechter Ausbildung des medizinischen Personals nicht dem westeuropäischen Standard. In Hanoi und Ho Chi Minh Stadt gibt es Ambulanzen internationaler Hilfsorganisationen.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke wird empfohlen. Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen, eine Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und den Krankentransport sollte unbedingt abgeschlossen werden
Für die Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer man reist über ein Gelbfieberinfektionsgebiet ein. Eventuelle Änderungen werden auf der Homepage des Auswärtigen Amt bekanntgegeben.
Zusätzlich zu den Basisimpfungen, die jeder Reisende haben sollte (Diphtherie/Tetanus, Polio, Hepatitis A+B und Typhus), empfiehlt der reisemedizinische Infoservice abhängig vom Reisestil noch eine Impfung gegen Tollwut und Japanische Enzephalitis.
Es wird auch vor einem ganzjährigen Malaria-Risiko gewarnt. Dieses gilt landesweit unter 1500 Höhenmetern. Kein Malaria-Risiko gibt es nur in Großstädten, dem roten Flussdelta und dem zentralen Küstenstreifen nördlich von Nha Trang.
Auch Vogelgrippe, Bilharziose, Cholera, Pest und Dengue-Fieber kommen zum Beispiel vor, aber am besten nachzulesen bei Fit For Travel.
Wegen der bestehenden Infektionsgefahr, die von verunreinigten Speisen und Getränken ausgeht, sollte man auf Hygiene achten. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden, von billigen Garküchen und Straßenrestaurants wird abgeraten.
Strassen und Wege
Wer einsame Strassen liebt, ist wohl im Norden des Landes am besten aufgehoben, denn dort gibt es viele Bergpisten zu entdecken, die zumeist aber in schlechter Qualität sind. Die große Nord-Südstraße - die Nationalstrasse 1 - ist in guter Qualität und hat einen breiten Randstreifen, ist aber natürlich auch verhältnismäßig stark befahren und teilweise dicht besiedelt und speziell in Mittelvietnam gibt es durch die Schmalheit des Landes wenig Ausweichmöglichkeiten. Bis auf den Wolkenpass gibt es auf dieser Strasse keine nennenswerten Steigungen. In den Ballungsgebieten ist das Radfahren oft relativ gefährlich, da die Strassen hoffnungslos überfüllt sind und der vietnamesische Fahrstil relativ rücksichtslos ist.
An öffentlichen Verkehrsmitteln bietet sich zum einen die Eisenbahn mit einer Nord-Südlinie an, wobei diese für Ausländer wegen eines Aufschlages um circa 300 Prozent teurer ist als für Vietnamesen. Radtransport ist hier einfach möglich, da alle Züge ein Gepäckabteil haben.
Die Busse, die in alle Landesteile fahren, sind teils stark überfüllt und Buspläne für Ausländer oft wohl nicht einfach zu lesen. Bei Ausländern ist die Möglichkeit beliebt in für Touristen organisierten Minibussen mitzufahren, was unkompliziert und recht preiswert ist. Man kann die Touren von Backpackerhostels aus buchen und wird direkt von dort abgeholt. Manche legen sogar Fotostops, … ein.
Speziell im Mekong Delta kann man auch Gebrauch von den zahlreichen Fähren und Booten machen. In der Regenzeit kann man so den eventuell überschwemmten Strassen ausweichen. An der vietnamesischen Küste verkehren viele Cargoschiffe, die auch als Transportmöglichkeit dienen können.
Geld
Die Landeswährung ist der Đồng. 1 Đồng entspricht 10 Hào, 1 Hào sind 10 Xu. Es existieren jedoch keine Hào- und Xu-Münzen, da ihr Wert zu gering ist.
Der aktuelle Mittelkurs: (Quelle: The Universal Currency Converter Services)
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Fremdwährungen kann man unbegrenzt mitnehmen. Ab 3000 US-Dollar muss man den Betrag jedoch deklarieren. Ebenso sind bei der Einfuhr übrigens auch Güter, die einen Wert von 300 US Dollar übersteigen, deklarationspflichtig.
Beim Umtausch von Bargeld werden Euro wie Dollar gleichermaßen akzeptiert. Wechseln kann man an vielen Stellen, nicht nur bei Banken, auch in Unterkünften, Juweliergeschäften, …
Geldautomaten gibt es mittlerweile in allen Großstädten und Touristenzentren. Auch Kreditkarten sind dort als Zahlungsmittel teilweise schon verwendbar.
Versorgungslage
Bis auf die schwach besiedelten Bergregionen, in die man teilweise Verpflegung für mehrerer Tage mitnehmen sollte, ist die Versorgung absolut kein Problem. In jedem Dorf gibt es zahlreiche Essensstände, Garküchen, Märkte,…
Kontaktmöglichkeiten
Post zu verschicken ist verhältnismäßig teuer aber zuverlässig, solange man acht gibt, dass die Briefmarke gestempelt wird.
Internet gibt es vor allem in Touristenzentren, mittlerweile aber auch in kleinen Städten, wo die Verbindungen oft sehr langsam sind. Telefon ist sehr teuer (besser in Thailand nutzen, falls man dorthin radelt oder übers Internet telefonieren)
Links
- Interessantes zum Land und zum Reisen in Vietnam
- Vietnam-Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia
- Das CIA Factbook über Vietnam (englisch)
- Das österreichische Aussenministerium zum Thema Vietnam
- Fit for Travel - der reisemedizinische Infodienst
- Der Jahresbericht 2007 von amnesty international zur Menschenrechtssituation in Vietnam

Für uns bis jetzt das schwierigste Land einen ungestörten Platz zum Zelt aufstellen zu finden, einige Male versuchte man uns mitten in der Nacht mit Gewaltandrohung oder Polizei zu vertreiben.
Kommentar von Birgit — 5.1.2007 @ 21:53