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Straßen und Wege
Wie bereits erwähnt ist die Mongolei circa viereinhalb mal so groß wie Deutschland, verfügt aber nur über 1700 km asphaltierte Straßen. Längstes Stück ist die Straße von Suchbaatar nach Ulan Bator und weiter nach Arwaicheer. Man benötigt also für Strecken durchs Land auf jeden Fall ein geländegängiges, robustes Transportmittel und natürlich einige Erfahrung, denn nicht nur Schlaglöcher und Sand, sondern auch Flussdurchquerungen etc. stellen für Mensch und Material eine große Herausforderung dar.
Landkarten im Maßstab 1:1 000 000 und angeblich auch 1: 500 000 sind im Landkartengeschäft in Ulan Bator erhältlich. Auf der Internetseite von Andy Hessberg und Waltraud Schulze kann man ebenfalls Karten von der Mongolei erwerben. Zumindest ein Kompass oder besser noch ein GPS-Gerät sind zur Orientierung nötig.
An öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es außerhalb Ulan Bators die Eisenbahn oder Überlandbusse. Die meisten Busse fahren aber nur in die umliegenden Aimakzentren. In Ulan Bator besteht auch die Möglichkeit sich einen Jeep samt Fahrer zu mieten.
Geld
Die Landeswährung, mongolische Tugrik kann erst in der Mongolei gewechselt werden, da sie außerhalb der Mongolei nicht erhältlich ist. Besser ist es ohnehin, eine gewisse Summe US-Dollar mitzuführen, da die meisten Einrichtungen, die mit Ausländern zu tun haben, ohnehin lieber US-Dollar kassieren. Wenn man Geld wechseln möchte, kann man dies auch mit Euro tun, als Zahlungsmittel ist der Euro jedoch noch nicht so gut geeignet wie der Dollar. Die Einfuhr von Fremdwährung ist unbegrenzt möglich, jedoch deklarationspflichtig, sonst kann diese bei der Ausreise konfisziert werden.
Bei den großen Banken in Ulan Bator (zum Beispiel wird immer wieder lobend erwähnt die internationale Handelsbank, also Bank for Trade and Development, ein großes rotes Gebäude im Zentrum von Ulan Bator) kann man Travellerschecks problemlos einlösen. Dabei fällt zur Zeit des Verfassens des Artikels eine Gebühr von 2 Prozent an. Man kann auch Bargeld in US-Dollar oder Euro abheben. Am günstigsten geht das mit Travellerschecks, denn hier fällt kein Ausgabeaufschlag an. Bei der Visakarte sind immerhin 3 Prozent Provision zu entrichten. Die Bankomaten funktionieren nur für mongolische Karten.
Der aktuelle Mittelkurs: (Quelle: The Universal Currency Converter Services)
Da fast alle Güter in die Mongolei importiert werden, ist das Preisniveau für den asiatischen Raum übrigens relativ hoch. Meist gibt es für Ausländer andere Preise als für Einheimische.
Versorgungslage
In Ulan Bator gibt es mittlerweile ein großes Angebot an Lebensmitteln, auf dem Land ist die Versorgung aber sehr unsicher. Die beste Gelegenheit hier einzukaufen ist am Markttag. Sonst muss man sich auf die Suche nach einem “Supermarkt” machen, wobei man hier keine große Auswahl erwarten darf, also am besten soviel Lebensmittel wie möglich mitführen.
Hauptnahrungsmittel sind Hammelfleisch und diverse Milchprodukte wie zum Beispiel der berühmte Airag, auch Kumys genannt - vergorene Stutenmilch, die die Verdauung stark anregt. Bei offener Milch, die an den Marktständen verkauft wird, besteht übrigens Brucellosegefahr.
Sämtliche Radersatzteile sollte man natürlich mitführen, da es in der Mongolei nicht möglich sein wird, welche zu erstehen. Selbst die dort erhältlichen Schlauchflicken sollen ungeeignet für Fahrräder sein.
Auch an Dingen wie WC-Papier, usw. genügend Vorrat mitnehmen, da es dies auch nur in Ulan Bator gibt.
Kontaktmöglichkeiten
Vom Hauptpostamt und den größeren Hotels in Ulan Bator kann man internationale Telefonate führen. In Ulan Bator gibt es auch einige Internetcafes. Außerhalb der Hauptstadt wird es schwierig bis unmöglich Kontakt nach zu Hause aufzunehmen.
Briefe aus der Mongolei zu schicken ist relativ zuverlässig - umgekehrt ist es schwierig. Selbst versicherte Pakete kommen oft nicht an.
Links
- Mongolei-Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia
- Das CIA Factbook über die Mongolei (englisch)
- Das österreichische Außenministerium zum Thema Mongolei
- Fit for Travel - der reisemedizinische Infodienst
- Wissenswertes zum Thema Mongolei
- Andy Hessberg und Waltraud Schulze geben auf ihrer Homepage hilfreiche Tipps für Mongoleiradler
- Der Jahresbericht 2007 von amnesty international zur Menschenrechtssituation in der Mongolei
