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Mit der Mongolei assoziieren wir endlose karge Weiten, menschenleere Steppen, erinnern uns an Bilder von einsamen Reitern unter tiefblauem Himmel und von dick eingekleideten Nomadenkindern, die in der Kälte vor ihren Jurten spielen.
Wir erwarten uns von einer Reise durch die Mongolei eine einmalige Landschaft mit relativ unerschlossenen Regionen, also ein großartiges Naturerlebnis. Dadurch ergibt sich natürlich auch oft fehlende Infrastruktur und somit eine ungesicherte Versorgungslage. Wir werden mit schlechten Strassen und extremen Temperaturen zu kämpfen haben und unser Material wird einigen Strapazen standhalten müssen. Gerade auch diese Herausforderungen machen diesen Abschnitt der Reise für uns so interessant, und natürlich auch die Begegnungen mit Einheimischen.
Allgemeines und Geographie
Im Norden grenzt die Mongolei an Russland und im Süden an China. Mit einer Fläche von 1,56 Millionen Quadratkilometern ist sie circa viereinhalb mal so groß wie Deutschland, also das siebzehngrößte Land der Erde. Die größte Ost-West-Ausdehnung beträgt 2405 km, die größte Nord-Süd-Ausdehnung 1263 km. Hauptstadt ist Ulan Bator.

Die Zeitverschiebung zu Österreich beträgt 7 Stunden, während der Sommerzeit 6 Stunden.
Die Landschaftszonen lassen sich von Norden nach Süden in Hochgebirge, Steppe und Wüste (Gobi) einteilen. Hochebenen prägen das Land, in dem die Durchschnittshöhe bei 1580 Metern liegt. Mit 4374 Höhenmetern ist der Nayramadlin Orgil die höchste Erhebung des Landes, der niedrigste Punkt liegt bei 532 Metern. Nur circa 15 Prozent der Landesfläche liegen unter 1000 Metern.
Bevölkerung
Mit nur circa 2,7 Millionen Einwohnern ist das siebzehngrößte Land der Erde äußerst spärlich besiedelt. Gerade einmal 2 Einwohner leben hier pro Quadratkilometer, im Gegensatz zu Österreich mit 97 Einwohnern pro Quadratkilometer. Etwa die Hälfte der Mongolen lebt in den Städten, der Rest als Nomaden am Land. Sie wandern alljährlich mit ihren Jurten (Ger) - runden, zerlegbaren, winterfeste Filzhütten - zwischen den Winterweiden und den höhergelegenen Sommerweiden.
Größte Glaubensrichtung ist der tibetische Buddhismus obwohl durch die kommunistische Regierung der Dreißiger Jahre religiöse Betätigung untersagt wurde und die meisten Klöster und auch die Schicht der Lamas zerstört wurde. Seit der Wende 1990 befinden sich viele Klöster wieder im Aufbau und junge Männer werden wieder als Mönche ausgebildet. Neben dem Buddhismus existiert auch noch vereinzelt Schamanismus.
Amtssprache ist Chalch-Mongolisch, anscheinend für Menschen, die eine germanische Sprache als Muttersprache haben, schwer zu erlernen. Es gibt auch noch eine Vielzahl von Dialekten. Die Mongolen verwenden die kyrillische Schrift, also die selbe Schrift wie die Russen. Allerdings gibt es bei der mongolischen Schrift 2 Vokale mehr als bei der russischen.
Mit Englisch kommt man speziell außerhalb von Ulan Bator nur schwer durch. Am ehesten wird russisch verstanden, einige Mongolen haben in der DDR studiert und sprechen Deutsch.
Klima und ideale Reisezeit
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teils bewölkt
12° C
Durch ihre Gebirgszüge und die Ferne zum Meer ist die Mongolei sehr abgeschirmt gegen klimamildernde Einflüsse. Daher wird sie von extrem kontinentalem Klima beherrscht. Das bedeutet große tägliche (30 Grad und mehr) und saisonelle Temperaturunterschiede. Im Winter liegt die durchschnittliche Temperatur bei -25 Grad, manchmal herrschen aber auch -50 Grad. Im Sommer erreicht das Thermometer durchschnittlich + 20 Grad, der Jahresdurchschnitt liegt bei -2,5 Grad.
Kurze, regenreiche Sommer werden von langen, strengen, schneearmen Wintern abgelöst. Weil es durch die fehlenden Niederschläge in der kalten Jahreszeit keine feste Schneedecke gibt, gefriert der Boden bis in große Tiefen und vermag auch in den kurzen warmen Sommern nicht völlig aufzutauen. Deswegen reicht die Grenze des Dauerfrostbodens so weit in den Süden, wie nirgendwo sonst auf der Welt (bis zu der Breitengradlage, an der auch Graz liegt).
Beste Reisezeit für Radfahrer ist somit entweder das späte Frühjahr, wo es zwar sehr kalt ist, aber die Pisten noch gefroren sind, oder der Herbst. Denn im Sommer tauen die Pisten oberflächlich auf und sind damit so schlammig, dass sie für Radfahrer nur schwer passierbar sind. Als gute Reisezeit wird oft Juni bis Oktober empfohlen. Optimal sind nach unserem Wissensstand die Monate August und September, da ab August die Regenwahrscheinlichkeit gering ist und die meisten Pisten wieder trocken sind - im Süden auch noch Oktober, wo es aber schon sehr kalt werden kann.
