Die Idee von Samara auf Nebenstrassen nach Ufa zu fahren war gut, wenngleich es bis jetzt die langsamsten 500 Kilometer unserer Reise waren. Aber nicht nur die Erdstrassen hielten unser Tempo niedrig sondern vielmehr das wechselhafte Wetter und zahlreiche Erlebnisse auf der Strecke.
Denn Touristen sind hier selten gesehen und so schwer beladene Radler wie wir wohl nie, deshalb werden wir wie Berühmtheiten behandelt. Schneller als wir schauen können, ist in den Orten dann die lokale Zeitung und das Fernsehen zur Stelle. Dank der modernen Handys hat heutzutage auch fast jeder einen Fotoapparat dabei und oft heisst es nicht nur posieren, sondern sogar Autogramme geben. 
Einladungen und Geschenke gibts tagtäglich, somit sind wir mittlerweile unter anderem stolze Besitzer eines Elchgeweihs. Sogar Pistolen wollte man uns mit auf den Weg geben, aber das konnten wir gerade noch verhindern. Zu einem Probeschiessen mit diversen Gewehren wollten wir nicht nein sagen - ohne prahlen zu wollen
: ich, Birgit, hab ohne jegliche militärische Ausbildung sogar die Zielscheibe erwischt.
Was uns recht gut gefällt, sind Einladungen zur Banja, der berühmten russischen Sauna, bei der man sich nach dem Aufguss mit Birkenzweigen “schlägt”.
Auch andere Bräuche konnten wir kennenlernen. Hier in Bashkortostan gibt es viele verschiedene Volksgruppen, die stolz auf ihre Traditionen sind. Somit mussten wir uns zum Beispiel in diversen Volkstänzen mehr oder weniger erfolgreich probieren.
Die Sache wurde zusätzlich dadurch erschwert, dass das halbe Dorf im “Club” (ein einfacher Saal zum Tanzen) war, um uns kennenzulernen. Was bedeutete, dass jeder auf unser Wohl trinken wollte - natürlich nacheinander :???: Und so ein österreichisches Stamperl, dass kann man schwer ablehnen hier, denn dies ist ja nur zum Kosten als nette Geste gedacht. - Ein russisches Stamperl fasst schliesslich die vierfache Menge.
Naja, die medizinische Wirkung des Vodkas können wir jedenfalls nicht bestätigen, da wir ein paar Tage später an Grippe erkrankten. Auskuriert wurde diese in einem kleinen Wäldchen im Zelt - hier war ich wieder mal froh über den zweiten Schlafsack, denn der weiche, dicke Carinthia-Winterschlafsack als Unterlage macht bei Gelenksschmerzen den unebenen Waldboden zu einem Himmelbettchen :grin:
Schliesslich haben wir’s dann doch nach Ufa geschafft. In dieser Stadt gibt es ein erstaunlich gutes Radgeschäft und so fahren wir nun mit einer Reservefelge weiter. Somit sollte der eine oder andere 10 Liter Kübel Kartoffel als Geschenk kein Problem sein
.
Wir melden uns dann wieder aus Asien - weit ist es ja nicht mehr zur Grenze.

Hi ihr zwei!!!
Kommentar von SIV — 15.7.2005 @ 17:22Da ist ja ein Wahnsinn mit euch - trinkst fast Literweise Vodka und dann werdet ihr auch noch krank!!
Normaler Weise enthält Alkohol ja Abwehrstoffe - oder?? Zu Hause war Biggi ja fast nie krank??:???: Woran kann das
wohl liegen???
Na ja, freut mich auf alle Fälle total, dass es euch beiden JETZT WIEDER VOI GUAD geht!!!! So, ich arbeite wieder
weiter und meld mich wieder per Mail an Birgit, wenn ich mehr Zeit habe!!!
LG von Bert und SIV !!!:razz::grin:
PS: Wenn man die Skizze ansieht, die ihr schon hinter euch habt dann kann man nur sagen: “ALLE ACHTUNG - NUR WEITER SO”
Ich hoffe ihr findet dann nach ein paar Jahren auch wieder retour!!
Schöne grüsse von Hermi u.Silvia.
Kommentar von EYBL HERMI — 15.7.2005 @ 17:31Sauf nicht soviel!!!!!
Hallo ihr zwei!
Kommentar von MOnika Hirsch — 16.7.2005 @ 13:37Bin jetzt fuer 2 Monate nach Thailand gefahrn
Hab grad 1 stunde oel Massage hinter mir
Also is des mehr wellness urlaub bei mir…
Wo radelt ihr in Asien umher?
viel Glueck
baba
Hallo an die letzten Ritter der Landstrasse!
Kommentar von Riedl Thomas — 17.7.2005 @ 22:33Unglaublich was ihr bis jetzt schon geschafft habt. Vorallem diese Schlampisten müssen ja ein wahnsinn sein!! Aber wie es scheint kann es euch nicht extrem genug sein.Gut das euch die Leute so freundlich aufnehmen, das braucht man auch auf so einer Reise. Alles gute weiterhin Liebe Grüße Thomas R.
Zdravstvujte i Privjet!
Neiderfüllt darf ich lesen wie ihr das russische Kernland kennenlernt! Unglaublich faszinierend muss es sein. Ich wäre gerne dabei und würde auch gerne mit Russenpuffen herumhauen, Vodka trinken und enthemmt tanzen. Um das elendige Gefühl beim Fahren auf verschlammten Straßen beneide ich euch aber nicht
Ich wünsch euch weiterhin solch faszinierende Begegnungen, starke Wadeln und robuste Lebern,
aber nach dem Ural ist´s dann vorbei mit den Menschen. :shock:
Stschastliwowo puti!!!!!!
Kommentar von Jörg — 28.7.2005 @ 11:22