Wir bewegen uns fast ausschließlich auf Nebenstrassen durch die Ukraine. Touristische Attraktionen gibt es hier keine, Reisende sind wohl eine Ausnahme. Und doch ist dieser Abschnitt der Tour bis jetzt mit Sicherheit der interessanteste.
Die Menschen hier leben noch sehr einfach. So gut wie jeder am Land hat seine eigenen Nutztiere (Hühner, Gänse, Truthähne, Kühe, Ziegen, Bienen, etc.) und sein eigenes Stück Land. Dieses wird entweder per Hand oder - wenn man welche besitzt - mit Hilfe von Pferden bewirtschaftet. Traktoren sind selten und wie die meisten Autos Jahrzehnte alt.
Doch vieles hier wird sich wohl in den nächsten Jahren ändern. Immer mehr Häuser werden mit Gas beheizt, das Wasser kommt oft nicht mehr vom Dorfbrunnen sondern von der Wasserleitung. Sogar Internetclubs gibt es schon in kleineren Städten - wobei das noch lange nicht heißt, dass die dort vorhandenen Computer auch wirklich ans Internet angeschlossen sind. 
Für uns heißt es oft in mehrere Geschäfte schauen, bevor wir das Gewünschte erhalten. Denn nicht immer ist das, was draußen auf dem Schild angepriesen wird, erhältlich. Die Greißler - größere Geschäfte gibt es nicht - haben ohnehin nur ein sehr kleines Warenangebot. Aber das Umsehen zahlt sich aus, denn leckere Kuchen, Torten und frisches Schwarzbrot (wir hatten geglaubt, dieses bekommen wir nur in Österreich) sind uns jeden Aufwand wert.
Und viel Essen brauchen wir ja, denn wir haben in der Ukraine schon einige Höhenmeter zurückgelegt. Bis auf die Karparten sind zwar keine nennenswerten Erhebungen auf der Landkarte ersichtlich, ein Großteil der zurückgelegten Strecke war aber recht hügelig, und das bei teilweise starkem Gegenwind. Dafür gabs viel Sonnenschein und die Strassen sind glücklicherweise entgegen allen Warnungen auch recht gut. Nur einige kurze Abschnitte sind schlaglochübersäht.
Für uns geht es nun in den touristischen Teil der Ukraine - zur Krim. Wobei wir auch hier voraussichtlich nur wenige Westeuropäer treffen werden.

hallo ihr zwei! Habe gerade unterricht und mir ist voi fad. Michael drängt mich schon seit ihr weg seit euch endlich mal zu schreiben. Bin heute das erste mal wieder vor einen Computer mit Internet. Hoffe euch geht es gut. Wir wünschen euch alles GUTE lg michael & agnes
Kommentar von Agnes Kloibhofer — 21.4.2005 @ 6:55