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Geld
Die Ein- und Ausfuhr der russische Landeswährung Rubel ist erlaubt, da dieser aber stärkeren Währungsschwankungen unterliegt, ist es am Besten erst im Land je nach Bedarf zu wechseln.
In Großstädten kann man Geld direkt in den Banken wechseln. Nur die großen Banken akzeptieren Travellercheques. Es gibt es auch die Möglichkeit bei Geldautomaten abzuheben. Hier sollte man aber Acht geben, denn manchmal sind Automaten manipuliert. Am einfachsten ist es, US-Dollar oder Euro bei den zahlreichen Wechselstuben oder in Banken zu tauschen.
Bei Reisen außerhalb der Großstädte sollte man immer genügend Bargeld mitführen, da es meist keine Möglichkeit gibt, Geld zu beheben. Die Möglichkeit Dollar oder Euro zu wechseln, besteht oft auch in kleineren Städten. Natürlich ist der Wechselkurs in Großstädten wie Moskau günstiger.
Die Quittungen vom Geldwechsel sollte man aufbewahren, da diese anscheinend manchmal an der Grenze verlangt werden. Es kommt übrigens vor, dass die Preise in Geschäften in US-Dollar angeschrieben sind, was aber nicht bedeutet, dass man mit US-Dollar bezahlen kann, denn das ist nicht legal. Einige Geschäfte akzeptieren dies jedoch ohne Rechnung.
Der aktuelle Mittelkurs: (Quelle: The Universal Currency Converter Services)
Das Preisniveau ist sehr unterschiedlich. Moskau zum Beispiel zählt zu den teuersten Städten der Welt. Speziell wenn man auf westlichem Niveau leben will, kann ein Russlandaufenthalt sehr teuer werden. Auf dem Land sind die meisten Güter günstiger als in Österreich, manches ist aber im Verhältnis relativ teuer. Ein Beispiel: Während ein Laib Brot meist weniger als 50 Cent kostet, werden für ein Kilo Äpfel oft mehr als ein Euro verlangt.
Versorgungslage
Die Versorgungslage in Russland hat sich seit dem Zerfall der Sowjetunion stark gebessert. Selbst in ganz kleinen Orten gibt es zumindest ein Lebensmittelgeschäft. In größeren Städten kann man alle erdenklichen Konsumgüter - sogar westliche Produkte - erwerben.
Wenn man also aufs Land fährt, sollte man sich, wenn man spezielle Dinge benötigt, vorher damit eindecken. Dazu gehören zum Beispiel Fotoapparatbatterien oder Diafilme. Es gibt zwar auch in kleinen Ortschaften Fotogeschäfte, diese führen aber meist nur Fotofilme.
Sämtliche Radersatzteile sollte man mitnehmen, da es zwar in den größeren Städten Radgeschäfte gibt, das Warenangebot aber lückenhaft sein kann und es oft selbst einfache Ersatzteile wie Reifen nicht in der passenden Größe gibt. Außerhalb der großen Städte ist es nicht möglich, Radersatzteile zu erstehen.
Kontaktmöglichkeiten
Telefonzellen gibt es eigentlich in so gut wie jeder russischen Stadt. Es gibt jedoch verschiedene Arten von Telefonzellen: in manchen älteren Modellen kann man nur Ortsgespräche führen, in den moderneren kann man durch das Wählen einer Acht auch in anderen russische Regionen anrufen. Will man ein Auslandsgespräch führen, muss man zusätzlich zu der Acht noch eine Zehn vorwählen und dann den Landescode - also für Österreich: 8, aufs Freizeichen warten und dann 1043.
Internationale Gespräche sind ab 10 Uhr abends bis 8 Uhr früh und am Wochenende billiger. Am günstigsten kommt man mit einer Telefonwertkarte, mit der man teilweise nur ein Fünftel der normalen Gesprächsgebühr bezahlt. Man muss jedoch beim Kauf der Karten aufpassen, denn nicht jedes Telefon akzeptiert jede Telefonwertkarte.
Zum Verschicken von Briefen und Paketen gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder über die staatliche Post - eine sehr günstige Möglichkeit, wobei man hier damit rechnen muss, dass das Verschickte nie am Zielort ankommt. Und falls doch, kann dies einen Monat oder länger dauern.
Will man also etwas Wichtiges versenden, sollte man einen internationalen Kurierdienst damit beauftragen. Diese sind zwar nur in größeren Städten zu finden und relativ teuer, dafür aber zuverlässig.
Benötigt man Ersatzteile von zu Hause, sollte man diese ebenfalls mit einem internationalen Kurierdienst schicken lassen. Die Pakete erhält man je nach Anbieter normalerweise innerhalb einer Woche, es ist jedoch sehr teuer, da zusätzlich zu den hohen Versandkosten noch saftige Steuern zu bezahlen sind.
Mittlerweile gibt es in allen größeren Städten- selten auch in kleineren - Internetcafes. Die Preise bewegen sich normalerweise zwischen 1 und 2 Euro pro Stunde. Viele Internetcafes haben 24 Stunden geöffnet und bieten spezielle Nacht- und Studententarife an.
Links
- Russland-Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia
- Das CIA Factbook über die Russische Föderation (englisch)
- Das österreichische Außenministerium zum Thema Russland
- Fit for Travel - der reisemedizinische Infodienst
- Englischsprachige Reiseinfos der Zeitung The Moskau Times
- Eine der besten englischsprachigen Russlandseiten mit vielen nützlichen Tipps
- Homepage des Vereins Baikalplan
- Andy Hessberg und Waltraud Schulze geben auf ihrer Homepage hilfreiche Tipps für Sibirienradler
- Jörg Dahlke berichtet von einer Fahrradreise mit einem Schweizer Militärvelo unter anderem aus Russland
- Der Jahresbericht 2007 von amnesty international zur Menschenrechtssituation in Russland
