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Visa und Einreisebestimmungen
Österreicher benötigen ein Visum für Russland. Je nach Aufenthaltsort und Dauer unterscheidet man zwischen Touristenvisa, Geschäftsvisa und privaten Einladungen. Da die Visabestimmungen natürlich laufenden Änderungen unterliegen, ist es am besten, sich direkt bei der Russischen Botschaft zu erkundigen.
Hier aber ein kurzer Überblick über die aktuelle (etwas komplizierte und kostspielige) Visasituation:
- Touristenvisa: ermöglichen eine einmalige Einreise mit einer maximalen Aufenthaltsdauer von 30 Tagen. Eine Verlängerung des Visums ist nicht möglich. Um ein Touristenvisum zu erhalten, muss man jedoch eine formelle Einladung vorweisen können.
Also entweder bucht man eine Reise über ein Reisebüro, welches dann die Reiseroute bestätigt, oder man kann für die gesamte Reise Hotelbuchungen vorweisen. Falls man aber individuell durchs Land reisen will und seine Route noch nicht genau kennt, kann man sich auch an ein beim russischen Außenministerium registriertes Visabüro wenden, das dann gegen Gebühr eine Einladung ausstellt und dann um ein Visum ansuchen. - Geschäftsvisa: Dieses Visum wird nicht nur für Geschäftsreisen, sondern bei allen Reisen benötigt, die länger als ein Monat dauern. Es ermöglicht je nach Bewilligung Aufenthalte von bis zu 12 Monaten bei ein- oder mehrmaliger Ein- und Ausreise. Man benötigt ebenfalls eine Einladung - diesmal vom russischen Innenministerium, aber auch hier ist es am einfachsten, sich diese Einladung gegen Gebühr von einem Visabüro beschaffen zu lassen. Außerdem benötigt man für Visa, die länger als 3 Monate Gültigkeit haben, einen HIV-Test.
- Privatreisevisa: ermöglichen einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Um diese Art von Visum zu erhalten, müssen die zu besuchenden Freunde oder Familie eine offizielle Einladung bei der Pass- und Visenverwaltung (UVIR) beantragen, was relativ kompliziert ist. Deswegen ist es meist einfacher, ein Touristen- oder Geschäftsvisum zu beantragen.
Links zu diversen Visadiensten findet ihr am besten mit Google oder einer anderen Suchmaschine (Suchbegriff zB Visa Russland).
Sicherheit
Durch das Lesen diverser Reiseberichte haben wir uns bereits ein Bild von Russland machen können und dies ist nach unseren Eindrücken viel besser als sein Ruf. Speziell die Bewohner am Land sind äußerst herzlich und hilfsbereit. Wie überall auf der Welt gibt es gute und schlechte Menschen und speziell in den Großstädten - wie auch bei uns - eine gewisse Kriminalität. Leider gibt es in Russland einige Krisengebiete, die wir selbstverständlich nicht bereisen werden.
Nun noch ein paar Auszüge aus der Homepage des österreichischen Außenministeriums:
Es wird auf erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen. Speziell wegen Anschlägen und Entführungen in Moskau und im südlichen Raum Russlands. Vor Reisen nach Tschetschenien, in den Nordkaukasus (also die Regionen Krasnodar und Stawropol, die Republiken Adygeja, Karatschai-Tscherkessien, Kabardino-Balkarien, Nordossetien, Inguschetien und Dagestan), in den nörlichen Teil Georgiens und Abchasien wird gewarnt.
Auf starke Kriminalität wird ebenfalls hingewiesen, die Täter zeichnen sich angeblich durch hohe Gewaltbereitschaft aus. Bei Bargeldbehebungen an Bankomaten ist ebenfalls Vorsicht geboten, denn in der Vergangenheit sollen mehrere Bankomaten manipuliert worden sein, um an die Daten der Kredit- oder Bankomatkarten zu kommen und somit an das Geld vom Konto des Karteninhabers zu gelangen.
Gesundheit und Impfungen
Die medizinische Versorgung entspricht nicht dem westeuropäischen Standard. Die Verhältnisse in privaten Kliniken sind meist um einiges besser. Die Mitnahme einer Reiseapotheke wird empfohlen, allerdings dürfen nur Medikamente eingeführt werden, die in Russland auch registriert sind. Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen, eine Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und den Krankentransport sollte unbedingt abgeschlossen werden.
Für die Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben. Eventuelle Änderungen werden auf der Homepage des Auswärtigen Amt bekanntgegeben.
Zusätzlich zu den Basisimpfungen, die jeder Reisende haben sollte (Diphtherie/Tetanus, Polio, Hepatitis A+B und Typhus) empfiehlt der reisemedizinische Infoservice abhängig vom Reisestil noch eine Impfung gegen Tollwut, FSME und Japanische Enzephalitis. Siehe bei Fit for Travel
Straßen und Wege
Durch die enorme Größe des Landes ist es schwierig über den allgemeinen Straßenzustand zu sprechen. Es gibt gute Straßen, aber ebenso kann der Straßenzustand selbst in größeren Städten katastrophal sein. Man sollte immer auf große Schlaglöcher und fehlende Kanaldeckel acht geben. Es ist auch schwierig anhand der Landkarte über die Straßenqualität zu urteilen. Manchmal stellen sich auch Nebenstraßen als überraschend gut heraus, können sich aber einige Kilometer später in einen Feldweg verwandeln. Bei Regenwetter verwandeln sich manche Straßen in tiefe Schlammpisten, was natürlich speziell für Radfahrer eine Qual ist.
Landkarten kann man in größeren Städten kaufen, oft werden aber keine Karten der Umgebung sondern nur Landkarten von entfernten Regionen angeboten. Deswegen ist es am besten, die Karten bei der ersten Gelegenheit zu kaufen, denn oft gibt es keine zweite. Wer nach Moskau kommt, sollte sich dort mit Landkarten eindecken, hier soll es ein paar gute Kartengeschäfte geben.
Das beliebteste öffentliche Verkehrsmittel außerhalb der größeren Städte ist die Eisenbahn. Das Schienennetz zieht sich über das ganze Land und die Ticketpreise sind sehr günstig. Mittlerweile gelten ja anscheinend die selben Preise für Touristen und Einheimische. In Gebieten ohne Schienennetz gibt es meist Busverbindungen. Um große Distanzen schnell zu bewältigen, bietet sich ein Inlandsflug mit einer der zahlreichen kleinen Fluggesellschaften an. Die Sicherheit dieser Flieger ist jedoch oft aufgrund von altem und schlecht gewarteten Material zweifelhaft.
