“Potraviny” verstehen wir schon, dass ist schliesslich eines der wichtigsten Wörter für uns, denn es heisst Lebensmittelgeschäft.
Aber sonst können wir bis auf “Guten Tag” kein Wort Slowakisch und auf dem Land versteht selten jemand Deutsch oder Englisch.
Trotzdem ergeben sich interessante Gespräche mit den Einheimischen. Zum Beispiel als Birgits Hinterreifen platzt. Sogleich versammeln sich ein paar Leute, um über die Ursache zu diskutieren. Wir verstehen zwar dank Zeichensprache einen Großteil, was leider trotzdem nicht verhindert, dass ein zweiter Schlauch platzt, denn die Schuld - so sehen wir dann - ist ein Riss im Reifen (und das schon nach 550 Kilometern).
Ein anderes Mal machen wir gerade Mittagspause in einem kleinen Ort. Wir haben unsere Sachen zum Trocknen aufgelegt, als die ersten neugierigen Kinder aus der Romasiedlung vom Ortsrand kommen.
Zuerst setzen sie sich brav auf eine Bank und schauen uns zu, wie wir gerade Nudeln kochen. Als wir mit dem Essen fertig sind, kommen sie näher und stellen uns Fragen. Sie lassen sich nicht davon entmutigen, dass wir sie nicht verstehen und versuchen uns anhand der Zeichensprache klar zu machen, was sie wissen wollen.
Dann verschwinden sie - aber nur, um noch mehr Kinder zu holen. Ganz interessiert begutachten sie unsere Sachen. Sie sind begeistert von unserem “Bett” (Schlafsack) und von unserem “Haus” (Zelt) - erst recht als sie sehen, in welch kleine Beutel diese passen.
Zusammenlegen brauchen wir diese Dinge heute nicht - das erledigen die Kinder voller Freude für uns. Auch die Wasserflaschen werden uns befüllt und die Räder beim Bepacken gehalten.
Dann entdecken sie unser Didgeridoo. Martin führt es vor und dann probiert jeder einmal und bringt doch nur klägliche Töne heraus - zur Belustigung der Menge.
Als wir weiter müssen, werden uns die Hände gereicht - wirklich nette Kinder, hoffentlich haben wir viele Begegnungen dieser Art!
