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Visa und Einreisebestimmungen
Österreicher benötigen ein Visum für die Ukraine. Die Verlängerung im Land ist möglich, jedoch mit einem großen bürokratischen Aufwand verbunden. Die wichtigsten Visaarten sind folgende:
- Transitvisum: Für Leute, die nur maximal 5 Tage im Land verweilen wollen, ist dies wohl die einfachste und günstigste Visaform. Logischerweise muss das Visum für das Zielland vorgewiesen werden.
- Touristenvisum: Für dieses Visum benötigt man einen Nachweis, der den touristischen Zweck der Reise bestätigt. Dies kann ein Touristen- Voucher eines Reisebüros sein oder zum Beispiel ein Hotelbuchungsbeleg.
- Privatvisum: Dieses werden alle Individualreisenden beantragen. Denn hier braucht man keine Buchungen vorzuweisen, sondern muss nur die Adresse einer einladenden Person in den Visumsbogen eintragen. Dafür kann man natürlich, wenn man niemanden in der Ukraine kennt, einen Visadienst beauftragen oder man schreibt irgendeine Adresse hin, da dies anscheinend nicht kontrolliert wird. Die erlaubte Verweildauer beträgt bis zu einem halben Jahr.
- Geschäftsvisum: Hierzu benötigt man ein Ansuchen der österreichischen Firma. Die Verweildauer kann bis zu 12 Monaten betragen.
Mehr Informationen zu den verschiedenen Visaarten gibt es auf der Homepage der ukrainischen Botschaft in Österreich.
Sicherheit
Seit der Angelobung des neuen Präsidenten im Jänner kann die politische Lage laut dem österreichischen Außenministerium wieder als ruhig eingestuft werden. Es wird jedoch - wie in allen Großstädten - vor steigender Kleinkriminalität gewarnt.
Gesundheit und Impfungen
Die medizinische Versorgung und Ausstattung entspricht nicht dem europäischen Standard und man sollte eine umfassende Reiseapotheke mitführen. Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen, eine Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und den Krankentransport sollte unbedingt abgeschlossen werden.
Für die Einreise in die Ukraine sind keine Impfungen vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Basisimpfungen, die jeder Reisende haben sollte (Diphtherie/Tetanus, Polio, Hepatitis A+B und Typhus) empfiehlt Fit for Travel abhängig vom Reisestil noch eine Impfung gegen Cholera und Tollwut.
Straßen und Wege
Die meisten Straßen der Ukraine sind asphaltiert, wobei der Asphalt unterschiedlicher Qualität sein kann. Speziell die großen Überlandstraßen sind meist in gutem Zustand. Trotzdem sollte man immer auf Schlaglöcher achtgeben, besonders in Städten und auf Nebenstraßen. Die Nebenstraßen sind angeblich relativ verkehrsarm und deswegen speziell für Radfahrer sehr gut geeignet.
Günstige und gute Landkarten im Maßstab 1: 500 000 gibt es an den meisten Tankstellen.
Das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel ist die Eisenbahn, mittlerweile gibt es auch einige Flughäfen und an der Schwarzmeerküste größere Schiffshäfen.
Geld
Die Ein-und Ausfuhr der Landeswährung Hryvnia ist nicht erlaubt, man kann allerdings ohnehin überall im Land Geld wechseln. Am einfachsten ist der Umtausch von US-Dollar oder Euro an den im ganzen Land verbreiteten Wechselstuben, die im Allgemeinen einen guten Wechselkurs anbieten. Das Bezahlen mit US-Dollar oder Euro ist nicht erlaubt, wird aber des Öfteren akzeptiert.
Der aktuelle Mittelkurs: (Quelle: The Universal Currency Converter Services)
In allen größeren Städten gibt es Geldautomaten. Hier ist es oft am einfachsten und billigsten diese zu benutzen. Es wird allerdings vor Manipulationen von Geldautomaten gewarnt, deswegen besser die Automaten in der Bank verwenden. Zur besonderen Aufmerksamkeit wird auch beim Bezahlen mit der Kreditkarte geraten. Diese werden vor allem in touristischen Einrichtungen akzeptiert.
Traveller Cheques werden ebenfalls nur in den Banken der größeren Städte akzeptiert, deswegen ist es sinnvoll einige Euro Bargeld dabei zuhaben.
Versorgungslage
Die Versorgungslage in der Ukraine ist gut. Es sollte allerdings erwähnt werden, dass sich die meisten Ukrainer die nun erhältlichen Konsumgüter nicht leisten können. Die Umstellung auf die Marktwirtschaft nach der Sowjetzeiten seit 1991 ist für die meisten sehr hart. Seit dieser Zeit ist der Lebensstandard für viele drastisch gesunken, so dass sie nur durch Anbau von Obst und Gemüse, Betteln, etc. überleben können. Knapp die Hälfte der Menschen - speziell Ältere - leben unter der Armutsgrenze, während einige wenige mit der Marktwirtschaft reich geworden sind.
In jedem Ort gibt es zumindest ein Lebensmittelgeschäft, manchmal auch Straßenstände, wo man Essen kaufen kann. Die Auswahl ist nicht immer die größte - frisches Obst und Gemüse gibt es meist nur während der Saison, aber Grundnahrungsmittel sind erhältlich.
Das Wasser aus den Leitungen ist übrigens oft kein Trinkwasser.
In den größeren Städten ist es teilweise möglich westliche Fahrräder und Ersatzteile zu kaufen.
Links
- Ukraine-Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia
- Das CIA Factbook über die Ukraine (englisch)
- Das österreichische Außenministerium zum Thema Ukraine
- Fit for Travel - der reisemedizinische Infodienst
- Botschaft der Ukraine in Österreich
- Wissenswertes über die Ukraine (englisch)
- Informationen über die ukrainischen Karpaten (englisch)
- Allerlei Wissenswertes über die Karpaten, unter anderem sind hier auch Wanderkarten zu finden
- Der Jahresbericht 2007 von amnesty international zur Menschenrechtssituation in der Ukraine
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