Diese Nacht haben wir in einem stillgelegten Steinbruch verbracht. Ein Glück, daß uns der Schlafplatz, auf dem wir urspünglich das Zelt aufschlagen wollten, zu matschig war. Denn im Laufe des Abends lösten sich mehrere Steine aus der Wand und schlugen dort mit großer Wucht auf. Unser Schlafplatz war - geschützt zwischen zwei Erdhaufen- in Sicherheit.
Vormittags macht uns ein völlig aufgeweichtes Strassenstück zu schaffen, dafür gehts mit Rückenwind am Nachmittag umso schneller nach Wien, wo wir gegen sieben Uhr an unserem Ziel angelangen. Wir wollen uns nämlich mit Freunden treffen - und zwar unbedingt heute, denn eine der Freundinnen verbringt den letzten Tag in Österreich, bevor sie für einige Zeit ins Ausland geht.
Nachdem leider niemand zu Hause ist, kochen wir erstmal auf einer Bank ein paar Strassen weiter unser Abendessen. Danach probieren wir es nochmals und werden mit offenen Armen aufgenommen. Und das, obwohl unser Zeug noch schmutzig ist von der Schlammpartie heute Vormittag und wir die halbe Wohnung mit unserem Hab und Gut verstellen.
Wir verbringen einen netten Abend und kommen nocheinmal in den Genuss einer heissen Dusche und einer Waschmaschine - wohl das letzte Mal für längere Zeit.
