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» Rahmen
» Gabel
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Wer sich auf Radreisen begeben will, muss kein Vermögen für das Rad ausgeben, denn es muss kein modernes High-Tech-Renngerät sein. Was zählt, ist zuverlässige, bewährte Ausstattung. Dies ist natürlich gerade in abgelegenen Gegenden umso wichtiger, denn hier kann eine Panne gefährlich werden, oder es ist zumindest oft nur mit erheblichem Aufwand möglich, Ersatzteile zu bekommen.
Rahmen
Wir haben uns für einen Stahlrahmen entschieden. Und zwar für einen Papalagi-Rahmen der Firma Cycle Tech.
Stahlrahmen haben unserer Meinung nach einige Vorteile gegenüber den heutzutage weit verbreiteten Alurahmen:
- Sie haben eine bessere Eigenelastizität und sind somit “weicher”. Wir erhoffen uns dadurch einen kleinen Komfortgewinn
und denken auch, dass die Rahmen langlebiger sind und die Belastungen harter Pisten besser mitmachen. - Alurahmen haben noch dünnere Wandstärken. Wenn das Rad einmal umkippt - was bei vollem Gepäck des Öfteren vorkommt - und auf einen Stein aufschlägt, hat der Rahmen nicht so leicht eine Delle oder einen Riss.
- Falls der Rahmen wirklich einmal brechen sollte: auch in weniger entwickelten Ländern gibt es in so gut wie jedem Ort eine Schweisserei für Stahl - für Aluminium gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten. Durch die dünnwandigen Stahlrohre, die mittlerweile bei vielen Rädern verwendet werden, ist es zwar auch nicht einfach, diese zu schweissen, aber ich hoffe, dass Martins Schweisskünste dazu ausreichen werden.

- Zudem sind Stahlrahmen unauffälliger, denn diese gibt es auch in weniger entwickelten Ländern.
Gabel
Wer mit leichtem Gepäck unterwegs ist und nur kürzere Reisen vorhat, wird wahrscheinlich auch mit einer Federgabel seine Freude haben, da eine gut funktionierende natürlich einen Komfortgewinn darstellt. Wir haben damit aber keine sonderlich guten Erfahrungen gemacht, da wir immer mit relativ schwerem Gepäck unterweg sind und Federgabeln nicht für das hohe Gewicht ausgelegt sind. Ausserdem benötigen sie regelmäßig ein Service um gut zu funktionieren.
Darum haben wir uns für die völlig aus der Mode geratenen nahezu “unkaputtbaren” Starrgabeln entschieden. Ein weiterer Vorteil sind die besseren Befestigungsmöglichkeiten des Lowriders, da sich an den Starrgabeln Ösen zur Montage befinden. Der Federgabellowrider, den wir auf der letzten Reise verwendeten, lockerte sich während der Fahrt auf Wellblechpisten, was natürlich lästig war (ein älteres Modell der Firma Faiv - vielleicht sind die neuen besser).
Bei einer Starrgabel ist übrigens zu beachten, dass diese zur Geometrie des Rahmens passt. Die meisten der heutigen Alurahmen sind auf Federgabeln ausgelegt, was übrigens ein weiterer Grund für uns ist, einen Stahlrahmen zu nehmen.
Schaltung
Klar ist es möglich, sich auch mit einem Ein-Gang-Fahrrad auf Reisen zu begeben. Doch gerade unsere Knie schätzen den Komfort der Mehrgangschaltungen. Einige Reiseradler schwören auf Nabenschaltungen, die sicher äußerst robust sind. Doch wenn diese defekt sind, kann meist nur ein Experte helfen, der gerade dann wahrscheinlich weit entfernt ist. Eine der robustesten Nabenschaltung ist die 14-Gang-Rohloff-Speedhub. Doch wir haben einige Reiseradler getroffen, die selbst mit dieser Probleme gehabt haben. Und nachdem diese Schaltung für uns ohnehin unerschwinglich ist, müssen wir auf eine Kettenschaltungen a la Shimano vertrauen.
Selbst in Australien waren bis auf den Osten 9-fach Schaltungen nicht verbreitet, deswegen rüsten wir unsere Räder mit altmodischen 8-fach Schaltungen aus. Wir hoffen dafür leichter Ersatzteile zu bekommen. Der Schaltkomfort ist zwar nicht ganz so perfekt wie bei den 9-fach Schaltungen, doch die Abnutzung durch die etwas breitere Kette und ein paar Stahlritzel ist hoffentlich geringer.
Die Kette werden wir übrigens alle tausend Kilometer tauschen. Insgesamt haben wir je 3 Ketten dabei, die wir dann immer abwechselnd verwenden werden, damit Ketten und Ritzel gleichmäßiger abgenutzt werden.
Laufräder
Die Laufräder sind das so ziemlich am stärksten belastete Teil des Fahrrades und somit äußerst wichtig. Meist gilt hier: umso schwerer - umso besser. Für Radler mit viel Gepäck kommen somit nur eine 36-Loch Downhill- oder Tandemlaufräder in Frage.
Wir fahren mit 26 Zoll-Felgen. Somit sind wir flexibler und können auch auf schlechten Pisten radeln und bekommen auch leichter Ersatzreifen, da dies die verbreitetste Reifendimension ist.
Gepäckträger
Wir haben uns für robuste Stahlrohrgepäckträger entschieden, da diese belastbarer sind als Aluträger und man sie, falls sie doch brechen, im Notfall ebenfalls schweissen könnte. Da wir bei dieser Reise voluminösere Ausrüstung dabei haben als bei der letzten, werden wir uns für vorne zusätzlich zum Lowrider noch einen Gepäckträger zulegen. Somit können wir vorne über den Packtaschen noch leichtere Dinge wie Schlafsäcke oder Isomatten transportieren. Dieser Träger ist zwar aus Alu, weil hier Stahlversionen schwer zu bekommen sind - aber da er ohnehin gewichtsmäßig kaum belastet werden wird, ist dies sicher kein Problem.
