Unsere Campingausrüstung

Mittwoch, 9. März 2005 @ 7:43 von Birgit
Inhaltsverzeichnis

Wir haben selten Radreisende getroffen, die mehr Gepäck dabei hatten, als wir. Doch wir schätzen einfach den Komfort, den eine gute und umfangreiche Ausrüstung mit sich bringt, und legen weniger Wert auf leichtes Gewicht der Dinge. Vor allem da wir die Nächte sogut wie nie in Hotels verbringen, werden unsere Ausrüstungsgegenstände wirklich jeden Tag aufs Neue strapaziert und müssen sehr robust sein.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Dinge:

Unsere Behausung

Eigentlich braucht man in den meisten Gebieten der Welt nicht unbedingt ein Zelt - ein wasserdichtes Tarp oder Ähnliches würde oft genügen - in den Tropen ist für ungestörten Schlaf zusätzlich ein Moskitonetz zu empfehlen.

Wir möchten aber auf unser Zelt nicht verzichten, da für uns die eigenen 4 Wände ein wichtiger Luxus sind. Wert legen wir auf schnellen Aufbau und Geräumigkeit. Deswegen haben wir uns für ein Tunnelzelt entschieden. Bei unserem ist die Apsis fast genauso groß wie das Innenzelt. Somit könnten wir theoretisch unser ganzes Gepäck und sogar die Fahrräder mit ins Zelt nehmen, was wir bis jetzt aber nur selten gemacht haben. Gerade wenn das Wetter nicht so gut ist, ist ein geräumiges Zelt von Vorteil. Einziger Nachteil eines Tunnelzelts: es steht im Gegensatz zu einem Kuppelzelt nicht ohne Heringe. Und bei steinharten Böden kann es einen fast zur Verzweiflung bringen, wenn man schon den dritten Hering bis zur Unbrauchbarkeit verbogen hat.

Unsere Schlafzimmer

Guter Schlaf ist extrem wichtig, deswegen legen wir bei diesen Ausrüstungsgegenständen besonders großen Wert auf Qualität.

Da wir in heiße Gegenden kommen werden, aber auch in Regionen mit sehr tiefen Temperaturen, kommt speziell auf die Schlafsäcke eine schwierige Aufgabe zu: sie müssen sehr leistungsfähig sein, denn bei zweistelligen Minustemperaturen kann schlechte Ausrüstung gesundheitsgefährdend oder vielleicht sogar lebensbedrohend sein, sie sollen aber bei wärmeren Temperaturen nicht zu heiss sein.

Da es keinen Schlafsack gibt, der alle diese Funktionen vereint, haben wir uns für ein Schlafsacksystem der Firma Carinthia entschieden, da wir mit dieser Firma schon auf unserer Australienreise beste Erfahrungen gemacht haben. Das System besteht aus einem
Außenschlafsack, der alleine verwendet für sommerliche Temperaturen geeignet ist, und aus einem Innenschlafsack, der allein verwendet für winterliche Temperaturen geeignet ist. Wenn es extrem kalt ist, kombiniert man beide miteinander und kann selbst bei tiefsten Temperaturen zelten.

Beim Material haben wir uns für Kunstfaserschlafsäcke entschieden. Diese sind bei gleicher Wärmeleistung zwar schwerer und auch voluminöser als Daunenschlafsäcke, haben aber dafür die positive Eigenschaft selbst bei Nässe zu wärmen.

Zusätzlich zu den Schlafsäcken nehmen wir noch Seidenliner mit, welche in warmen Tropennächten alleine genügen und sonst als Schutz für den Schlafsack dienen, damit dieser nicht so leicht verschmutzt (Seidenliner lassen sich einfacher waschen).

Bei der Isomatte fällt unsere Wahl auf jeden Fall auf eine Evazotematte, denn mit den aufblasbaren haben nicht nur wir in Australien schnell negative Erfahrungen gemacht, sondern diese auch von vielen anderen Campern bestätigt bekommen (sind sehr defektanfällig, bilden zum Beispiel Blasen und werden damit unbenutzbar).

Evazotematten kann man nur schwer zerstören und die 2 Zentimeter dicken Modelle sind auch fürs Wintercampen geeignet. Sie sind billiger, leichter und eben langlebiger. Der einzige Nachteil: sie sind sehr voluminös und nicht ganz so komfortabel wie die aufblasbaren Matten.

Unser Schlafzimmer

Die Küche

Hier kommt für uns nur ein Benzinkocher in Frage, da dies der einzige Brennstoff ist, den man überall auf der Welt erhält. Nachdem wir unseren alten Kocher gegen Ende der letzten Reise leider ruiniert haben, mussten wir einen neuen kaufen. Dieser hat jedoch als Verbesserung eine Feinregulierung der Flamme, was das Kochen sicher einfacher macht, da nicht alles gleich anbrennt.

Folgendes Geschirr nehmen wir mit: Einen großen und einen kleinen Topf, einen Deckel, eine Pfanne (eigentlich wäre der Topfdeckel auch als Pfanne gedacht, aber für uns ist dieser ist zu klein und durch das dünne Material des Deckels brennt alles ziemlich leicht an), zwei kleine Schneidebretter, 2 scharfe Taschenmesser, je ein Besteck, 2 Isoheferl und 2 Isoflaschen (der Unterschied zwischen den billigen Isoflaschen und den teuren Modellen ist zwar von aussen nicht erkennbar, aber die teuren hielten in unserem Test weit länger warm).

Ausserdem haben wir in unserer Küche diesmal eine selbstgebastelte Kochkiste dabei. Diese soll bei Kälte und Wind eine bessere Wärmeleistung des Kochers bewirken, und mit ihrer Hilfe soll man auch mehrere Töpfe auf einmal wärmen können. Wie sich das Ding in der Praxis bewährt, müssen wir erst testen - wir werden darüber berichten.

Für die Wasserversorgung haben wir Wassersäcke dabei, die man mit einem speziellen Vorsatz sogar in eine Dusche verwandeln kann. Zum Wasser entkeimen nehmen wir einen Wasserfilter mit.

Unsere Küche

Der Kleiderkasten

Wichtig ist spezielle Bekleidung für kalte Gebiete. Hierzu haben wir uns mit warmer Wollunterwäsche eingekleidet. Diese hat den Vorteil auch bei Nässe zu wärmen und trägt sich sehr angenehm auf der Haut.

Darüber ziehen wir je nach Kälte eine oder zwei Fleeceschichten an. Wenn es regnet, kommt zum Schluss noch wasserdichte Bekleidung. Für Zeiten, in denen wir uns nicht bewegen und uns kalt wird, haben wir noch eine
sehr warme Softshelljacke mit Kunstfaserfüllung dabei. Diese wasserabweisende Jacke hat wie die Schlafsäcke den Vorteil gegenüber Daune, auch bei Nässe noch zu wärmen.

Bei den Hauben, Handschuhen und Socken haben wir ebenfalls warme Wollmodelle dabei.

Unser Kleiderkasten

Der Schuhschrank

Dieser besteht aus je einem Paar Sandalen, Wanderschuhen und Winterschuhen.

Unser Wohnzimmer

Schattenspender
besteht aus einer wasserdichten Plane zum Draufsetzen. Zusätzlich dient die Zeltunterlage wenn nötig als Schattenspender. Somit können wir immer eine angenehme Pause verbringen, ohne das Zelt aufbauen zu müssen.

Zur Unterhaltung haben wir ein paar Spiele, Bücher und einen Walkmann mit zahlreichen Musikkassetten dabei. Diese Dinge sind zwar nicht unbedingt notwendig, für uns aber zu wichtig, um hier an Gewicht einzusparen.

Dieser Beitrag wurde vor 5 Jahren 4 Monaten 3 Wochen 3 Tagen - am Mittwoch, 9.3.2005 um 7:43 - von Birgit erstellt und kann in folgenden Kategorien gefunden werden: Ausrüstung. Du kannst die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 verfolgen. Weiter unten kannst du uns einen Kommentar hinterlassen oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

Kommentare als RSS | TrackBack-URI

Einen Kommentar hinterlassen

Hier kannst du deine Meinung zu diesem Artikel hinterlassen. Deine Emailadresse wird natürlich nicht veröffentlicht. Zeilen- und Absatzumbrüche im Kommentarfeld werden automatisch verarbeitet.

Dein Kommentar:

Achtung! Es kann sein, dass dein Kommentar hier nicht gleich erscheint, da er auf der Warteliste gelandet ist und erst vom Administrator freigegeben werden muss (mögliche Gründe: eingeschaltete Moderation bzw. Kommentar als Spam gedeutet). In einigen Stunden oder auch Tagen wird der Kommentar dann veröffentlicht. Der Administrator behält sich vor, Spam, Trollbeiträge oder ähnliches einfach zu löschen.