Ich bin Birgit Karner, geboren am 7.5.1981. Noch leben Martin und ich in St. Valentin, dass ist ein kleiner Ort in Niederösterreich. Das nötige Taschengeld für die Reise verdiene ich mir bis Ende Februar bei Sport Eybl in Steyr als Rad- und Skiverkäuferin.
Zu Hause ist es schön weil:
- hier meine Familie und meine Freunde sind.
- ich hier meinen Hobbies nachgehen kann: zum Beispiel Sport. Am liebsten geh ich - welch Zufall?- Radfahren. Speziell das Downhillfahren hat’s mit angetan. Aber auch Skifahren und Inlineskaten.
Auf Reisen ist es schön weil:
- jeden Tag etwas Neues auf Einen zukommt
- es so viele wunderbare Naturschönheiten gibt
- es für mich ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit bedeutet zum Beispiel die endlosen Weiten einer Wüste zu durchqueren
- man alles bei sich hat, was man zu einem guten Leben braucht.
- man immer wieder interessante, herzliche Bekanntschaften macht
- die Vorfreude auf eine Nachricht von zu Hause so groß ist
- es nach Tagen der Nahrungsmittelknappheit wieder mal ein leckeres Essen gibt
- man die heisse Dusche wirklich geniesst
- wenn man die Batterien endlich wieder mal aufladen und dann eine Musikkassette zum tausendsten Mal hören kann
- und der schönste Grund: weil ich 24 Stunden des Tages mit Martin zu verbringen kann.
Was mir auf Reisen fehlen wird:
- Zum Beispiel mit Felli, Moritz und Cesar spazieren gehen. Mit Lisi - wenn sie gerade im Lande verweilt - eine Schachpartie auszutragen. Mit Claudsch ein, zwei Fläschchen Rotwein zu trinken, wobei sie mich mit einem ganzen Gläschen unterstützt. Mit Mama beim Einkaufen das ganze Auto vollzuladen, eine Wutzelpartie (Tischfussball) mit Papa, die letztendlich den ganzen Abend dauert und - anstatt Weihnachtsgeschenke zu kaufen - mit Silke den ganzen Nachmittag im Mediamarkt CD’s zu hören, ….
- Aber sicher nicht mein weiches Bett mit der warmen Decke und der Kühlschrank voll mit Joghurt (mein Hauptnahrungsmittel zu Hause), die heisse Dusche, die Kinderschokolade, die CD-Sammlung. Denn diese Dinge schätzt man ohnehin nur dann, wenn man sie nicht hat, und nicht einmal dann fehlen sie einem wirklich - obwohl sie natürlich hin und wieder angenehm sind.
Warum wir wieder weg müssen
- Keine Ahnung. Vielleicht weil ich zu faul bin, dauernd die Fenster unserer Wohnung zu putzen, Staub zu saugen, … :grin: Oder ist es doch die Neugierde bzw. das Gefühl von Freiheit einfach zu gut um zu Hause zu bleiben. Und ausserdem war das Willkommensfest nach Australien so schön, dass wir wieder eines haben wollen
.
Warum wir schon wieder mit dem Rad weg wollen
- Weil es manche noch immer nicht glauben können, dass uns Radfahren gefällt.:wink:
- Vor allem soll unsere Reise nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten der verschiedenen Ländern führen. Wichtig sind die Erlebnisse und Bekanntschaften beim beradeln der “uninteressanten” Gebiete dazwischen. Man hat guten Kontakt zu seiner Umwelt. Kurz gesagt- mit dem Fahrrad kann man die Welt “erfahren”.
